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Jeder Geschichte
ein Gesicht.

Vertrauen in Krisenzeiten

Mit den Banken war das früher immer sehr einfach. Wir gingen zur Sparkasse, weil diese schon bei unseren Eltern die Hausbank war. Oder zur Dresdner, weil uns die Werbung mit dem grünen Band der Sympathie so gut gefallen hat. Oder wir waren bei der Deutschen Bank, weil diese so deutsch und solide gewesen ist. Dies bekannten Pfeiler waren unsere sichere Bank im Alltagsbewusstsein.

Doch nun hat die Bankenkrise erreicht, dass wir als Kunde nur schwerlich eine Entscheidung treffen können, wenn es darum geht, unser Geld einem so genannten Geldinstitut anzuvertrauen. Und darum geht es: um das Vertrauen.

Diese Aufgaben stellte die Volks- und Raiffeisenbanken Bonn Rhein-Sieg e. G. einer Auswahl an Agenturen. Als Siegerkonzept ging aus dem Pitch für die regionale Imagekampagne unsere Lösung hervor: Der bekannte VR-Banken-Claim „Wir machen den Weg frei“ wird hier wortwörtlich genommen. Denn offene Türen machen den Weg frei und für Projekte in der Region hat jeder Vorstand eine offene Tür. So werden in der Kampagne Projekte gezeigt, die durch die VR Bank Unterstützung erfahren haben.

Zum Auftakt der Kampagne haben sich alle Vorstände auf dem Fußballplatz in einem großen Tor versammelt und stehen so gemeinsam für den Mehrwert der VR-Banken.


„Auf die Platte gebannt“ wurden die Herren von dem Kölner Fotografen Boris Breuer:

„Das Projekt als Fotograf zu begleiten, war mir eine große Freude. Jeder einzelne Termin stellte uns immer wieder vor eine neue Herausforderung. Mal war es ein unerwarteter Regenguss, mal ein kompliziertes Genehmigungsverfahren. Jeder der zahlreichen Termine war jedoch vor allem gekennzeichnet von
dem motivierten Einsatz unserer Fotomodelle und der Schönheit der regionalen Fotolocations.“ (Boris Breuer, www.borisbreuer.com, 03/2010)


Initiiert wurde das Projekt von Anne-Katrin Savelsberg, zu diesem Zeitpunkt Bereichsleiterin Strategische Unternehmensplanung und Kommunikation bei der Raiffeisenbank Rheinbach Voreifel e. G. (mittlerweile selbständig als Beraterin Strategie & Marke):

„Bei der Kampagne handelte es sich um eine gemeinsame Kampagne aller Volksbanken und Raiffeisenbanken der Region Bonn-Rhein/Sieg, acht Institute an der Zahl. Diese Summe differenter Meinungen, darüber hinaus der Fakt, dass es sich bei den „Models“ um die Vorstände der Häuser handelte, deren Terminkalender übervoll waren, machten aus einer Werbeidee eine logistische Meisterleistung. So etwas funktioniert natürlich nur, wenn man das passende Team an seiner Seite weiß. In Formfindung und dem Fotografen Boris Breuer war genau das der Trumpf, den ich bei der Umsetzung in der Tasche hatte. Dem kompletten Team einen herzlichen Dank. Ich persönlich freue mich auf weitere spannende Herausforderungen. Und die Kampagne war auch ein Erfolg.“ (Anne-Katrin Savelsberg, www.brainreserve.de, 12/2010)


Die VR-Banken:

„„Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt“. Das als Credo für eine Bankenwerbung nach der Bankenkrise ist schon ein Klops. Sollen wir über die Gier als Antrieb sprechen, über Geschäftemacherei als Lebenssinn, über Kapitalmaximierung im Turbokapitalismus? Oder finden wir so etwas wie Bodenständigkeit bei Volksbanken, die ihrem Namen noch Ehre machen? Regionalverbundenheit bei Raiffeisenbanken, die dem Raiffeisenprinzip der Subsidiarität entgegen dem Zeitgeist die Treue halten? Fakt ist, dass diese von den Big Playern oft als provinziell belächelten Institute in ihrer Region vernetzt sind und nicht an der Wall Street, dass sie keine Junk Bonds handeln und auch keine Bad Banks brauchen. Vielleicht sind diese Volks- und Raiffeisenbanken ein bisschen braver, sogar langweiliger als die Lehmanns und ihre Brothers, aber Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit sind ein verdammt guter Antrieb.“ (Ulrich J. C. Harz, Text & Konzept, Januar 2010)

18. März 2010, Kategorien: Alltag, Blog